Raus aus der Schublade und rein in die Welt!
- hendrikje
- 6. März 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. März 2025

Mein Name ist Hendrikje Wiards und bin Fotografin, freie Journalistin, Filmemacherin und Lesebühnenautorin aus dem Harz. Wir schreiben das noch junge Jahr 2025. Die Welt versinkt im Chaos und ich verfasse meinen ersten Blog-Artikel jemals. Heißt das überhaubt "Blog-Artikel"? Oder nennt man das "Blog-Beitrag"? - Ja, obwohl ich "irgendwas mit Medien" studiert habe und noch immer in dieser Branche arbeite, gehöre ich inzwischen zu den Digital-Dinosaurs.
Einige von Euch kennen mich sicher bereits auch als die Inhaberin der Harzer Boutique-Castingagentur HARZER ROLLEN oder als Locationscout aus dem Spielfilmbereich.
Doch auch das Fotografieren und das Schreiben gehören seit frühster Kindheit zu mir wie das Atmen. - Ich kann einfach nicht anders. Zu kreieren und Geschichten zu erzählen ist meine Leidenschaft.
Tatsächlich arbeite ich seit vielen Jahren multimedial kreativ-künstlerisch bis dokumentarisch. Allerdings habe ich da bisher auf Mundpropaganda anstatt auf Marketing gesetzt und vieles nicht veröffentlicht und wahnsinnig viel „für die Schublade“ produziert.
So spielte sich diese Leidenschaft eher jenseits der Öffentlichkeit ab.
Nachdem mir im Jahre 2023 dann aber aus heiterem Himmel eine super spannende Produktion in der Spielfilmbrache weggebrochen war, die auch meinen Jahresauftrag hätte darstellen sollen, weil sich der Sender Sky von heute auf morgen überlegte hatte, alle Eigenproduktionen einzustellen, blies ich kurz Trübsal. Doch mit diesem Schicksal stand ich nicht alleine da; die ganze Spielfilmbrache wurde die Monate darauf ordentlich durchgerüttelt. So nutzte ich diesen schmerzlichen Einschnitt als Chance und fasste Mut und den Entschluss, meine eigenen Arbeiten nach und nach einem größeren Publikum zu präsentieren.
2024 stand bei mir dann voll und ganz unter dem Motto: „Einfach machen!“
Im letzten Jahr konnte ich intensiv daran arbeiten, meine Leidenschaft für das Schreiben und Fotografieren wieder mehr zum Beruf zu machen, endlich an die Öffentlichkeit zu gehen und weniger „unterm Radar“ zu produzieren.
Im ersten Schritt habe ich mich mit Gleichgesinnten zusammengetan und gemeinsam mit fünf supertollen weiteren Frauen das FRAUEN SCHREIBKOLLEKTIV HARZ und ein SCHREIBCAFÈ gegründet. Noch im selben Jahr hatten wir als Kollektiv unsere erste vergütete Autorinnenlesung zum Tag gegen Gewalt gegen Frauen, dem ORANGE DAY in Wernigerode.
Parallel gedieh diese Website hier (mit fachkundiger Beratung durch die großartige ANTJE LIEBE) fleißig vor sich hin. Inzwischen könnt ihr mir als Fotografin auch auf Instagram und auf Facebook folgen. Auf Instagram präsentiere ich eine kleine Auswahl meiner Fotos und auf Facebook versuche ich euch hin und wieder auf eine Reise hinter die Kamera mitzunehmen. Soweit zumindest der Plan.
Die Fotografie und ich
Schon meine Eltern haben sich über die Fotografie kennengelernt. Mein Vater als stolzer Besitzer einer Hasselblad und meine Mutter als nicht minder stolze Inhaberin einer sehr alten Leica brauchten natürlich nicht lange, um gemeinsame Themen zu finden. Ihr erstes Date (eine Fotosafari im Buggy meines Vaters) wurde dann natürlich akribisch dokumentiert durch gegenseitige Schnappschüsse.
Meine erste - natürlich noch analoge - Kompakt-Kamera bekam ich von meinen Großeltern mit etwa sechs Jahren zum Geburtstag geschenkt. Als erstes mussten meine mühsam auf dem Flohmarkt gebettelte und bis dahin einzige Plastik-Puppe ANNALABELL und mein bester Freund PASSI als Models herhalten.
Mit 14 Jahren durfte ich dann zum ersten Mal die alte PENTAX, eine analoge und manuelle Spiegelreflexkamera, meiner Mutter ausleihen. Für dieses Schwarz-Weiß-Fotoshooting verpflichtete ich eine meiner längsten Freundinnen ULLI. Und was soll ich sagen: Ich mag diese Bilder tatsächlich auch heute noch sehr. Mit diesem Film konnte ich mich dann sogar im kurzzeitig zur Dunkelkammer umgebauten Badezimmer meiner Eltern an ersten eigenen Abzügen versuchen.
Zu meinem 16 Geburtstag bekam ich dann meine erste eigene Spiegelreflexkamera. Eine Nikon - ein wunderschönes altes Modell, an dem an allen Ecken und Kanten schon das Messing heraus blitze. Leider wurden das darauf montierte Zoomobjektiv und ich nie richtig warm miteinander. Jedes zweite Bild war unscharf. Doch die schon automatische Nikon, die ich drauf zu einem meiner späteren Geburtstage erhielt, entschädigte mich und gab mir das Vertrauen in mein Auge wieder zurück.
Im Journalistik-Medienmanagement-Studium war ich jedoch die einzige, die eine analoge Kamera besaß. Und gefühlt zogen meine Kommiliton*innen mit ihren digitalen Apparaten, die es ihnen ermöglichten, hunderte von Bildern zu machen und nachzubearbeiten an mir vorbei.
Bis ich die alte Canon Eos 450d meiner Eltern übernehmen durfte. Diese war zwar nicht besonders lichtstark, aber meine ruhige Hand glich das zum Glück wieder aus.
(Das aktuelle Titelbild dieser Seite entstand übrigens mit dieser Kamera.)
Seit 2023 besitze ich nun endlich eine Canon Eos 5d Mark IV. Soo unendlich lange wollte ich mir eine Kamera aus der 5d-Reihe kaufen und gönnte sie mir jedoch nie.
Nun muss ich ganz ehrlich sagen: Ich weiß nicht, ob ich jemals mit einer Anschaffung so glücklich war, wie mit dieser! Niemals stelle ich mir die Frage, wieso ich bloß so viel Geld in eine Kamera und ihr Zubehör stecken konnte. Aber ich stelle mir jeden Tag die Frage: „Warum bloß erst jetzt? Warum nicht schon viel früher?“
- So verdammt richtig und gut fühlt sich dieser Schritt für mich an. So verdammt viel Freude bereitet mir das knipsen mit diesem wundervollen Apperat und den nicht minder wundervollen Objektiven.
Meine fotografische Arbeit
Am liebsten fotografiere ich Menschen. Dabei begleite ich diese unauffällig und unaufdringlich. Statt auf gestellte Fotos setze ich auf mein Gefühl für den richtigen Moment, um die Essenz eines Individuums einzufangen. Bisher hat sich jede und jeder vor meiner Kamera wohl gefühlt - selbst eingefleischte Fotomuffel. Und tatsächlich denke ich, dass darin meine besondere Gabe liegt. Denn im Zusammenspiel zwischen Fotografin und Modell liegt eine ganz wesentliche Zutat für ein gelungenes Bild.
Meine Arbeiten sind künstlerisch-authentisch bis dokumentarisch.
Als freie Journalistin, Filmemacherin und Lesebühnenautorin ist es meine Leidenschaft, Geschichten zu erzählen. Die Essenz einer Geschichte und eines Menschen herauszukitzeln in Wort, Schrift und Bild - das ist was mich fasziniert. Kreativität, Recherche, gut durchdachte Locations, Timing, die richtige Stimmung und vor allem ein gutes Auge und ein aufmerksames Ohr sind die Zutaten, mit denen ich arbeite.
Nun heißt es für mich und meine Werke: "Raus aus der Schublade und rein in die Welt!"
Wenn Ihr mögt, würde es mich ehren, wenn Ihr mich auf diesem Weg begleitet!
Herzliche Grüße und hoffentlich bis bald!
Eure Hendrikje
#fotografie #reportagefotografie #bildberichterstattung #künstlerischefotografie #lesebühnenautorin #fotografin #filmschaffende
PS: Als Fotointeressierte folgt gerne auch meiner neu erstellten Netzwerk-Gruppe: PhotoClub Harz
Zum Titelfoto:
Beispielbild: Ich bei der Arbeit
Fotografiert von Ruth Eva Morrissey
(während eines Film- und Fotoshooting für die wundervolle
und schmerzlich vermisste Bildhauerin Ruth-Eva Morrissey)
Irland, 2014




















































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